Die Sehnsucht meines Geodreiecks für zwei Querflöten und Streichquartett
von Enjott Schneider
Partitur und Stimmen
Besetzung:
Fl I, Fl II, Vl I, Vl II, Vla, Vc
Dauer: ca. 8 Min.
Vorwort:
DIE SEHNSUCHT MEINES GEO-DREIECKS für zwei Flöten und Klavier wurde 1984 in dieser Triobesetzung komponiert, dann später auch als Version für 2 Flöten und
Streichquartett.
Das Werk thematisiert die Spannung zwischen Emotion & Expressivität einerseits und Kalkül & Konstruktion andererseits, der das Erfinden von Musik ausgesetzt ist. Gellende Peitschenhiebe, nüchterne Krebsläufigkeit und ein im Klavierbass verborgenes Wagnerzitat "Sink hernieder, Nacht der Liebe" gehören zu den irritierenden Paradoxien dieses Werkes.
Zwischen vitalen Emotionen wie "Freiheit", "Sehnsucht" und dem Eingekerkert-Sein in die Zwänge der Vernunft und der hypo-rationalisierten Welt muss jeder Mensch seinen Weg suchen! Das beschäftigte mich schon 1984. Heute - genau 40 Jahre später - ist dieser Antagonismus wichtiger denn je geworden: Wir leben in einer Gesellschaft, in der Computer und Programme faschistisch alles beherrschen und überwachen! Die Sehnsucht nach einem freien Leben und eigener Schwingung, statt „Geo-Dreieck“, wo alles reguliert, gemessen, organisiert und geplant ist. Freiheit gegen totale Programmierung…
RAUS AUS DER MATRIX! - das ist die Botschaft dieses Stücks.